Wie kommt ein Richter zu seiner Meinung?

In einem Streit im Arbeitsrecht geht es um Rauchpausen. Der Rechtsanwalt des Arbeitgebers trägt vor, die Arbeitnehmer würden immer geschlossen gemeinsam Rauchpause machen und somit in der Zeit nicht arbeiten. Der Rechtsanwalt des Arbeitnehmers trägt vor, dass er immer nebenbei bei der Arbeit rauchen würde, beispielsweise eben beim Schippen.

Daraufhin der Richter trocken: „Das sehe ich, wie die das so machen. Da unten vor der Tür haben wir eine Baustelle. Da kann man das genau studieren. Drei schippen und einer raucht und hält sich an der Schippe fest. Wenn der fertig ist mit rauchen, schippt er weiter. Dafür hört ein Andere auf zu schippen und macht seine Rauchpause.“

Was auch immer der Richter damit sagen wollte, bei dem Vergleich über den pauschalen Abzug von einer Stunde für Rauchpausen hat er jedenfalls dem Arbeitnehmer die Stunden wieder als Arbeitszeit angerechnet.

Richterliche Meinungsbildung. Wo immer sie etwas beobachten, verwenden sie es auch für ihre Urteilsfindung.

Falls Sie finden, Sie brauchen einen Rechtsanwalt, z.B. im Arbeitsrecht, dann kommen Sie zu uns, z.B. in die Kanzlei nach Bautzen.