Unsitte: Was die Juristen im April erheiterte

Und diesmal war es zunächst die Unsitte, Telefongespräche mitschneiden zu wollen. „Zu Beweissicherungszwecken“, wie es immer heißt. Hier berichtet ein Rechtsanwalt von einem solchen Telefonat. Der potentielle Mandant wollte unbedingt das Telefonat aufnehmen. Der Anwalt lehnte dies ab und verzichtete sogar auf ein Mandat. Gut so!

Dann scheinen die Zeiten für Gerichtstermine von der Laune der Richter abzuhängen, auch so eine Unsitte. Ein Anwalt verwies hier den Amtsrichter auf eine gesetzeskonforme Verhandlungsführung. Er hat es 60 km bis zum Gerichtsort. Für den „netten“ Hinweis revanchierte sich der Richter und setzte den Termin gleich mal auf 8.00 Uhr an. Üblich ist eigentlich, dass für Auswärtige Termine später angesetzt werden. Man ärgert eben den Richter nicht.

Und schließlich setzt sich hier ein Strafverteidiger mit einem Wirtschaftsanwalt auseinander. Ist es im Steuerrecht und auch Zivil- oder Wirtschaftsrecht üblich, Auskunft zu erteilen, gilt das im Strafrecht nicht. Hier heißt die Regel nur, Klappe halten. Legt man freiwillig dem Staatsanwalt Unterlagen vor (eigentlich eine Unsitte), kann es eben passieren, dass ein weiteres Verfahren eingeleitet wird. Anwalt ist nicht gleich Anwalt. Daher arbeiten bei uns z.B. bei Steuerhinterziehung Steuerberater und Strafverteidiger gemeinsam für den Mandanten.

Falls Sie einen Rechtsanwalt suchen, können Sie gern zu uns kommen. Sie finden sicher auch in Ihrer Nähe eine Kanzlei von uns, z.B. in der schönen Stadt Bautzen. Sie finden uns aber auch an anderen Orten in Sachsen.