Strafrichter: Was die Juristen im Februar erheiterte:

Und diesmal war es ein Strafrichter mit einem Facebook-Profil. Hier berichtet ein Ex-Richter über einen Strafrichter. Der hat ein Facebookprofil. Darauf unter anderem der Spruch „Wir geben Ihrer Zukunft ein Zuhause: JVA.“ Da stellte doch ein Verteidiger genau deshalb einen Befangenheitsantrag gegen den Strafrichter. Und? Er fand sich nicht befangen, der Spruch ist eher humorvoll. Gut, dass da der BGH anderer Meinung war. Übrigens wurde jüngst in der Lokalzeitung von einem Bautzener Strafrichter berichtet. Ein Angeklagter (Ausländer) berichtete, er sei hierher gekommen, um sich ein neues Leben aufzubauen. Der Strafrichter hielt dem entgegen, der Angeklagte sei nach Deutschland gekommen, um Straftaten zu begehen. Aus dem Artikel ging nicht hervor, ob er das erst in der Urteilsbegründung brachte, oder schon vorher. Das sind sie, unsere Richter (von Ex-Richtern mal abgesehen).

Und dann war da noch ein Richter, der mal tatsächlich wegen Rechtsbeugung verurteilt wurde, wie hier ein bekannter Strafverteidiger aus Berlin berichtet. Nur leider war es ein Richter, der Temposünder freisprach. Die Behörde legte keine Unterlagen vor, so dass der Richter von einem fehlenden Nachweis einer Geschwindigkeitsübertretung ausging. Und damit das nicht Schule macht, knöpfte man sich den Richter vor. Im Verkehrsrecht ist das nicht der erste Richter, der wegen autofahrerfreundlicher Urteile selbst verfolgt wurde. Als Richter darf man eben nicht Querulant sein oder sich bei der Obrigkeit unbeliebt machen.

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