Und niemand kümmert sich um das Opfer

Das Opfer erzählt:

Vorgeschichte: Bei einer Polizeikontrolle hält ein PKW nicht an, die Polizei nimmt die Verfolgungsjagd auf. Nach einer wüsten Hatz durch Dörfer und über Landstrassen wird das flüchtige Fahrzeug durch ein entgegenkommendes Fahrzeug gestoppt, die Fahrzeuge prallen aufeinander.

Das Opfer, ein älterer Herr, wird nun im Strafverfahren gehört:

„Nach dem Unfall sass ich erst mal im Auto, unter Schock. Dann nahm ich das Blaulicht wahr, ein Polizeiauto stand neben mir. Vorher sah ich nur den PKW mir entgegenkommen, dass der verfolgt wurde, nahm ich nicht wahr. Aber da ich nun die Polizei sah, dachte ich, dass sie mir helfen würden.

Aber es kümmerte sich niemand um mich. Nach einer ganzen Weile quälte ich mich dann auf die Beifahrerseite, auf meiner Seite konnte ich nicht aussteigen, da war alles verbeult. Ich stand dann draußen und lehnte mich erst mal ans Auto.

Ich sah dann eine Person am Boden liegen und einen Polizisten daneben. Ich ging hin und fragte, ob das der Fahrer sei. Der Polizist meinte nein, der Fahrer sei zu Fuß geflüchtet und würde von seinem Kollegen verfolgt werden.

Es hat sich niemand um mich gekümmert nach dem Unfall, nicht mal einen Krankenwagen gerufen. Ich hätte verbluten und sterben können.“

Soweit der Zeuge. Betroffenheit Rechtsanwalt, bei der Staatsanwältin und beim Richter. Die Polizisten waren so auf ihre Verfolgungsjagd konzentriert, dass sie tatsächlich vergaßen, sich um das Opfer zu kümmern.

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