Tipps vom Richter? Wer zu schnell fährt, sollte dennoch vorsichtig sein.

Vorsichtig sein ist wichtig. Es ging um eine Bußgeldangelegenheit. Zu schnell gefahren. Der Mandant schweigt. Es wird das übliche Verfahren durchgezogen. Und fast hätte es geklappt. Der Polizist als Zeuge wusste nicht mehr, was mit den aufgenommenen Daten geschehen war. Also wurde ein neuer Termin fällig. Leider klärte es sich.

Zum Schluss lobte der Richter trotzdem den Mandanten: Er wäre immerhin so ehrlich gewesen und hätte nur geschwiegen. Er würde regelmäßig diverse Stories aufgetischt bekommen: Der Fahrer war nicht der Fahrer, es war der Bruder. Der habe versehentlich die Jacke des angeblichen Fahrers mitgenommen und dann bei der Kontrolle die falschen Papiere vorgelegt. Auch nicht schlecht, man kann es ja mal versuchen, aber man sollte dennoch vorsichtig sein.

Aber man sollte vorsichtig sein. In einem anderen Fall behauptete der Fahrer schriftlich, er wäre nicht gefahren, es wäre der Schwiegersohn gewesen. Dem Beamten schien aber der Fahrer zu alt gewesen zu sein, er besorgte sich die Passbilder. Und siehe, es gab keine Zweifel mehr. Dafür hat der Fahrer jetzt ein Strafverfahren an der Backe.

Wird übrigens festgestellt, dass man absichtlich falsche Angaben machte, kann das weitere Konsequenzen haben.

Falls Sie für Fragen im Verkehrsrecht einen Rechtsanwalt suchen, können Sie gern zu uns kommen. Sie finden sicher auch in Ihrer Nähe eine Kanzlei von uns, z.B. in der tollen Stadt Löbau. Sie finden uns aber auch an anderen Orten in Sachsen.